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Kennst Du Deine Grenzen?

Unsere Grenzen, ein allseits beliebtes Thema. Sehr viele Glaubenssätze und (vermeintliche) gesellschaftliche Standards kreisen um dieses Thema:

  • Wer Nein sagt, ist egoistisch! (Liebe Frauen, ich schau euch an 😉 )
  • Mach es allen Recht
  • Wenn ich es allen recht mache, mögen sie mich!

Versus

  • Jedermanns Liebling ist jedermanns Depp
  • Du musst klare Kante zeigen, sonst wirst Du nicht ernstgenommen! (Führungskräfte, was sagt ihr dazu?)

Gehörst du zum ersten Lager? Das seine Grenzen immer oder immer öfter runterspielt, verleugnet oder runterschluckt, oder diese gar nicht (mehr) kennt, sei es aufgrund von Missbrauch jeglicher Form oder aufgrund von jahrelangem Runterschlucken?

Oder zum zweiten Lager, das Grenzen steckt und durchsetzt, meist aber für andere, um sie im Zaum zu halten, oder sich ansonsten aufführt, wie der Elefant im Porzellanladen?

Dieser Artikel ist für die erste Gruppe gedacht.

Sprengen

Es gibt Grenzen, die sind gut für uns, wenn wir sie einhalten.

Dazu gehören unsere körperlichen Grenzen:

  • maximale Belastbarkeit,
  • Bedürfnisse, die wir erfüllen dürfen um weiter gesund zu bleiben
  • unsere sexuellen Grenzen: was will ich wie mit wem machen und was nicht?

Und es gibt Grenzen, die sind schlecht für uns in dem Sinne, dass sie uns zurückhalten, bremsen oder sogar runterziehen.

  • Ängste, die uns hindern. Sich von Ängsten zu lösen macht frei. Angst davor, Dich zu zeigen, hält Dich klein. Angst davor, nicht gut genug zu sein, lässt dich im Perfektionismus versinken, ohne etwas auf die Beine zu stellen. Angst davor, arrogant zu wirken, lässt Dich jeden Deiner Erfolge kleinspielen und nicht akzeptieren.
  • Glaubenssätze, die wir immer wieder (unbewusst) wiederholen und die uns davon abhalten, über uns hinauszuwachsen und tolle Dinge zu tun und zu erleben
Grenzen kommunizieren

Einhalten und kommunizieren

Aus dem Kampfsport weiß ich auch, wie wichtig es ist, Grenzen zu setzen und diese anderen auch mitzuteilen! Woher soll mein Sparringspartner denn wissen, wie viele Treffer ich noch aushalte? Oder ob sein Schlag für mich schon zu fest ist? Nur, wenn ich es ihm auch sage!

Ein Negativbeispiel aus meiner Vergangenheit, das mich bis heute verfolgt:

Auf einem großen Karatelehrgang in meinem Verein unterrichteten verschiedene Meister ihres Fachs. Wir hatten eine Einheit Tai Chi, in der der Meister die Anwendungsmöglichkeiten dieser eher Yin-Dominanten Kampfkunst demonstrierte.

Mein Partner – jemand, der unser Dojo damals unregelmäßig aufsuchte, das aber bis heute hin tut aufgrund persönlicher Bande – war mir schon früher durch lautstarke Äußerungen mit wenig Hirn dahinter aufgefallen (”Wer braucht schon Wale? Die können ruhig aussterben!” – darauf hingewiesen, dass ich Umweltmanagement studiere und er Bullshit erzähle, schnauzte er mich an, dass es keine Rolle spiele, denn er wäre irgendwas-Biologe, also quasi der größere Experte). In dieser Einheit tönte er von Wrestling.

Wrestling ist, hier angemerkt, anders als MMA, ein geschauspielerter Schaukampf mit schrillen Kostümen, einer Hintergrundgeschichte und dem Fokus auf Artistik im “Kampf”. Kein realer Kampf.

Im Übermut fand mein Partner es also “gut”, bei mir (einen ganzen Kopf kleiner als er) einen Ellbogenhebel anzusetzen. Das tat schon recht weh. Aber er setzte noch einen drauf, und hob mich im Hebel hoch. Mein ganzes Körpergewicht hing für einen Moment an meinem Ellbogengelenk.

Ja, ich hab geschrieen.

Ja, ich hatte einen Schock. Vor Schmerz. Weil ich nicht damit gerechnet hatte. Ich hatte darauf vertraut, dass mir nichts passieren würde, als ich die Halle betrat. Ich kämpfte gegen die Tränen an, weil ich mir nicht die Blöße geben wollte, mitten in der Halle zu weinen.

Die beiden Schwarzgurte neben uns kamen herbei und einer von ihnen fragte, ob ich den Arm noch bewegen könnte. Konnte ich. “Nicht gebrochen.” Lautete sein aufmunterndes Urteil.

Und ich? Geschockt, voller Schmerzen, gedemütigt (der Typ, mit dem ich Partner machte, entschuldigte sich nicht, sondern stand nur wie ein gescholtener Schuljunge daneben), ängstlich – ich ESEL unterdrückte die Tränen für die restlichen 45 Minuten der Trainingseinheit.

Ich Esel tat so, als würde ich es wegstecken. Bin ja ein großes Mädchen.

Ich Esel blieb in der Halle. Kann “man” ja mal verkraften.

Ich Esel trainierte weiter. Auch noch mit dem gleichen Typen, der mir soeben fast den Arm gebrochen hatte.

Ich habe keine Erinnerungen an den Rest der Übungseinheit.

Der Lehrgang war für mich übrigens gelaufen, ich konnte mit dem Arm nicht weitermachen.

Ein Besuch beim Orthopäden bestätigte mir, dass zwar kein Schaden entstanden sei, aber der Nerv gereizt wäre, was mir ein paar Monate an anhaltenden Schmerzen bescheren würde.

Die Wahrheit ist und ich sage es Dir ganz offen: Das war der größte Fehler in meiner ganzen Geschichte im Karate.

Ich hätte weinen dürfen! Ich hätte die Halle verlassen dürfen und sollen! Es hätte allen signalisiert, “Hey, mir ihr stimmt was nicht? Was ist passiert? Die Arme!” Ich hätte das dringend nötige Verständnis bekommen, dass ich in diesem Moment gebraucht hätte. Ein bisschen Flausch meiner Dojokameraden. Rüge für den groben Kerl.

Aber nein. Ich habe meine Grenzen ignoriert.

Und weißt du was? Es verfolgt mich heute noch, über 7 Jahre später!

Als ich aus Japan zurückkam, tauchte der Typ wieder im Training auf, nachdem ich ihn jahrelang nicht gesehen hatte.

Und mein Körper spielte unsere urzeitlichen Panikmuster ab: Flucht oder Kampf.

Wir spielen zum Aufwärmen immer Basketball. Ich dachte, ich könnte auf Abstand bleiben. Im Eifer des Gefechts in einen Zweikampf mit ihm getrieben, bewegte er sich in der mir vertrauten, für mich traumatischen grobschlächtigen Art mir gegenüber.

Und ich schlug zu. Fest. Gegen seinen Kopf. Zweimal vielleicht.

Mein ganzer Körper schrie KOMM MIR NICHT NOCHMAL ZU NAHE, DU DRECKSACK!!!

Traumaresponse der klassischen Art.

Aber du kannst dir denken, wer jetzt die Böse war? Das Spiel wurde unterbrochen. Die, die es gesehen hatten, total bestürzt. Ich sollte seine Hand schütteln und mich entschuldigen.

Grollend und um des Friedens willen, tat ich es – zumindest nach Außen. Nie hat mir etwas weniger Leid getan.

Noch heute, über ein Jahr später, sprechen mich Dojokollegen auf den Vorfall an. Aber in der “Was ist denn da in dich gefahren?”-Art. Mehr mit einem “Du bist ganz schön temperamentvoll, wenn du wen nicht magst, gell?”-Augenzwinkern.

Ich bin in der Position, mich rechtfertigen zu müssen. Von damals zu erzählen. Warum ich so reagiere, weil mir ein Trauma in den Gliedern sitzt. Wortwörtlich.

Versuch das mal, dich hinreichend zu erklären, wenn du eigentlich dabei Karate trainieren sollst, und Leute zwischendurch dazustoßen, weil sie Tratsch wittern, dich unterbrechen um zu fragen “Worum gehts? Ach, als du sauer auf den warst und ihm eine reingehauen hast?”

Mach es anders als ich!

Mach andere auf eine stattfindende Grenzverletzung aufmerksam, nicht nur die direkt Betroffenen. Erzähl davon. Weine. Verlasse den Raum. Runterschlucken beißt dir in den Ar… später.

Du

  • gewinnst dadurch andere als mögliche Unterstützung
  • setzt die Grenzziehung als Vorwarnung: andere werden wissen, was vorgefallen ist, wenn du Konsequenzen ziehst (oder eine Traumaresponse hast wie ich)
  • bringst auch ein Tribut an dich selbst, ehrst dich und deine Grenzen. Es wird dein Selbstbewusstsein steigern, denn du bist für dich aufgestanden.

Fazit

Du darfst deine Grenzen anderen mitteilen! Nur dann können sie diese auch berücksichtigen.

Grenzen setzen ist Liebe! Für die anderen, für eure Beziehung. Woher sollen sie denn wissen, wie viel du aushälst, was in dir vorgeht?

Deine Freundin kann nicht wissen, dass du diese Woche zu Tode gestresst durch Arbeit und Kinder nur das Wochenende zuhause verbringen willst und nicht den Nerv hast, mit ihr wegzugehen.

Sag ihr das! Anstatt halbherzig aus Pflichtbewusstsein sich mit ihr zu treffen und dich dann die ganze Zeit nach Hause zu wünschen, während du gleichzeitig ihr gegenüber ein schlechtes Gewissen hegst.

Wer keine Grenzen hat, zeigt kein Profil.

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Hey, ich bin Natascha!

Meine Genie-Zone ist, Frauen dabei zu helfen, sich wohl in ihrem Körper zu fühlen.

Vom Wunsch nach Leichtigkeit mit der eigenen Figur bis hin zu Kindheitstraumata im Körper zu lösen. 

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